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Pflegeheime: Eigenanteile steigen weiter - Evelyn Schötz fordert grundlegende Reform

"Pflegebedürftigkeit ist das größte Armutsrisiko im Alter. Die Eigenanteile von im Schnitt 3.108 Euro monatlich übersteigen die Durchschnittsrenten bei Weitem", so Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, angesichts explodierender Eigenanteile in Pflegeheimen.

"Und die Tendenz zeigt weiter steil nach oben. 60 Prozent der Bevölkerung haben kein Vermögen, aber die Bundesregierung setzt trotzdem auf private Pflegevorsorge. Damit zeigt sie auch hier, dass die Belange von armen und durchschnittlich verdienenden Menschen nur dann interessant sind, wenn die sich gegen andere Gruppen ausspielen lassen. Als Pflegekraft mit fast 40 Jahren Erfahrung im Pflegeberuf weiß ich aus eigener Erfahrung, dass eine gute Pflege für Alle nur als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und damit als staatliche Aufgabe zu gewährleisten ist. Das könnte auch die Merz-Regierung wissen. Allerdings entsteht zunehmend der Eindruck, dass diese Regierung es darauf anlegt, das gesamte Sozialversicherungssystem als nicht mehr finanzierbar und reformierbar vor die Wand zu fahren. Mit einer solidarisch finanzierten Pflegevollversicherung hingegen, in die alle Einkommen einzahlen, könnten pflegebedingte Heimkosten vollständig übernommen und Eigenanteile auf unter 1.000 Euro pro Monat gesenkt werden – ohne zusätzliche Steuermittel."

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